SC Freiburg (A)
11.12.2025
Wieder unterwegs in der Europa League zog es uns an einem kalten Donnerstagmorgen Richtung Breisgau nach Freiburg. Die Busfahrt war lang, aber entspannt, und die gesamte Besatzung freute sich bereits auf einen schönen Flutlichtabend auf internationaler Bühne.
Leider sollte dieser Abend alles andere als angenehm werden. Schon beim Eintreffen am Freiburger Stadion stellten wir eine ungewöhnlich hohe Präsenz von Polizei und Ordnungsdiensten fest. Bei der Kontrolle der Materialien und Personen wurde eine ungewohnte Strenge an den Tag gelegt, was dazu führte, dass die Kontrollen insgesamt etwa 30 Minuten in Anspruch nahmen. Kurz darauf entschied die Polizei, zwei Personen aus dem Kern der Szene den Zutritt zum Stadion zu verwehren und schickte sie wortlos zurück auf die Straße. Als Antwort darauf verließ die Szene den Block bis zur Minute 13:12.
Zum Anpfiff hatten die Fans des SC Freiburg eine eindrucksvolle optische Aktion geplant: Die gesamte Kurve wurde durch Wunderkerzen und vereinzelte Bengalos eindrucksvoll erhellt. Nachdem unser Protest beendet war, starteten wir den Support wieder mit 110 %. Leider mussten wir schnell feststellen, dass viele Fans, die nicht dem harten Kern der Szene angehören, es nicht für nötig hielten, unseren Verein in Freiburg über weite Strecken lautstark zu unterstützen. Dennoch gaben besonders die ersten zwei Reihen alles – so viel, wie es unter den schwierigen Bedingungen möglich war. An dieser Stelle sei deutlich gesagt: Der Kauf eines Tickets für den Auswärtssektor unseres FC Salzburg ist auch ein Einverständnis, diesen 90 Minuten lautstark zu unterstützen – das gilt für alle Fans, aber besonders für die in Freiburg mitgereisten Fanclubs, die sich teils sitzend wohler als stehend fühlten.
Sportlich war an diesem Abend eigentlich einiges zu holen. Unsere Jungs starteten gut in die Partie und erspielten sich einige vielversprechende Möglichkeiten. Diese Hoffnung hielt jedoch nicht lange an, denn Peter Ratkov sah nach einem Ellbogenschlag direkt ins Gesicht eines Freiburgers, der daraufhin blutend zu Boden ging, die Rote Karte. Diese Entscheidung machte die gesamte Partie deutlich zäher. Am Schluss stand ein 1:0 für den SC Freiburg auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das man fast schon als glücklich bezeichnen kann.